| Ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr gebärdete sich heuer der
Juli: in der Gesamtbilanz oft nahe bei den Mittelwerten, weit entfernt
von jeglichen Hitzerekorden.
Dies betraf in Zenting-Daxstein vor allem die Temperatur, die fast den 30jährigen Mittelwert erreichte und nur 17 K Gesamtspanne umfasste. Die Niederschläge fielen doch recht reichlich (viermal über 20 mm) und waren an drei Tagen mit Hagel vermischt (unspektakulär am 10. und 20.7.), wobei am 24. im Garten beträchtliche Schäden verursacht wurden, weil der fünfminütige Hagel (Durchmesser der Körner 1 cm) zusammen mit stürmischen Böen aus Nordwest auftrat und so viele Blätter zerfetzt wurden (z.B. Zucchini, Engelstrompeten). Nebel gab es an 7 Tagen und programmgemäß keine Alpensicht. Entgegen den Erfahrungen im Juni ereigneten sich im Juli sehr viele Gewitter mit teilweise großen Wetterschäden durch Hagel, Sturmböen und Überschwemmungen. Besonders am 8.7. war dies der Fall, als ein etwa 250 km langer Hagelzug vom Schweizer Mittelland bis zum Bodensee reichte. In Stockach lagen Hagelberge, aber auch nordwestlich von München wurden Hagelschloßen mit einem Durchmesser von bis zu 7 Zentimeter beobachtet (im Raum Weichs/Arnbach). Folgende große Tagessummen habe ich in Erfahrung gebracht (Internetrecherchen, Witterungsbericht von Meteo Schweiz, Witterungsreport DWD usw.):
Die Tagesmengen des 8.7. im Tessin liegen noch deutlich unter den Extremwerten
für 24 Stunden im Juli (Locarno 167 mm am 17.7.1987 und 170 mm am
8.7.1947). Die 53,8 mm von Offenbach (DWD Kaiserlei) sind innerhalb einer
Stunde gefallen!
Wolfgang Webersinke, Daxstein, 13.8.2004 |
Letzte Aktualisierung 26.10.2004
Durch Wolfgang Webersinke