| Der vergangene dritte Frühlingsmonat
profitierte vor allem von der kurzen Hitzespitze am Monatsanfang und der
längeren, ungewöhnlichen Hitze gegen Monatsende, die eine Reihe
von Rekorden brach.
In Zenting-Daxstein lag zwischen den Wärmephasen eine deutlich zu kühle Periode, mit ihrem Höhepunkt vom 6. bis 11., sozusagen die etwas vorgezogenen Eisheiligen, obwohl diese Singularität nur mehr selten auftritt. Am 8. Mai gab es dabei den letzten Schneefall der vergangenen Wintersaison. Graupel fiel noch öfter und am 4. richtete ein fünfminütiger Hagel kleinere Schäden an den jungen Gartenpflanzen an. Gewitter hörte man 4., 9., 11., 16., 23. und 28. Nebel bildete sich an 4 Tagen und am 3. sowie am 21. waren die Alpen zu sehen. Der Frühling verabschiedete sich mit einer Mitteltemperatur von 7,0°C [+ 0,7 K] und mit einer Niederschlagsmenge von 285 mm [91 %]. An einzelnen Tagen war von besonderen
Niederschlags-Ereignissen zu berichten, die ich nachfolgend in einer kleinen
Übersicht aufliste:
Am 1. und 2. Mai gab es schon einen
deutlichen Vorgeschmack auf den Sommer, als besonders im Süden einige
Tagesrekorde fällig wurden, so z.B. am 2. in München (neues absolutes
Maximum mit 29,4°C). Andernorts wurde auch die 30-Grad-Marke überschritten:
Vom 27. bis 30. kam dann eine kurze,
aber recht ungewöhnlich starke Hitzewelle für Mai, die vor allem
im österreichischen Raum, aber auch in Bayern, in Hamburg, Schleswig-Holstein
sowie punktuell auch anderswo in Deutschland alte Bestmarken hinter sich
ließ. Nachfolgend die mir bekannten Überschreitungen der absoluten
Höchsttemperatur für Mai:
Zum Teil lagen die alten Rekorde über
100 Jahre zurück. Frühere Mai-Hitzewellen hatten an anderen Stationen
schon noch höhere Temperaturen zustande gebracht, wie folgende Übersicht
zeigt:
Wolfgang Webersinke, Daxstein, 11.6.2005 |