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Der erste Sommermonat
setzte die seit September 2006 ununterbrochen andauernde warme Witterungsphase
fort, wenngleich die dritte Dekade doch deutlich zu kühl ausfiel und
damit auf einen nicht außergewöhnlich warmen Hochsommer hindeutet.
Der Süden profitierte von einer hohen Sonnenscheindauer, weitreichend
fielen übernormale Niederschläge.
In Zenting-Daxstein regnete es zwar an 16 Tagen und die Zahl der Gewittertage war mit 11 eindeutig zu groß, die Menge des Niederschlags erreichte aber den langjährigen Mittelwert nicht (nur 77 %). Nebel trat an 5 Tagen auf. Die Alpen waren, normal für einen Sommermonat, nicht zu sehen.
Um gleich mit der Sonnenscheindauer zu beginnen: vor allem Ober- und Niederbayern waren hier begünstigt. Simbach am Inn hatte 270, Mühldorf und Straubing 268, Erdinger Moos (und nicht München, wie so oft, auch vom DWD, geschrieben wird) 266, Saldenburg-Entschenreuth (7 km von Daxstein entfernt) 257 Stunden. Im Mittelgebirgsraum war es eher trübe: Schmücke nur 132 Stunden.
Für die Temperaturen sei auf meinen zweiten Artikel zum Juni verwiesen, besondere Extrema traten hier im Berichtsgebiet nicht auf.
Beim Niederschlag war da mehr geboten. Nach Norden zu, aber auch örtlich im Süden gab es außergewöhnlich heftige Tagesniederschläge sowie auch ausnehmend große Monatssummen: Krunkelbachhütte 277, Freudenstadt-Langenwald 261, Feldberg/Schwarzwald 260 mm. Für Hamburg reichte es sogar zur größten Junimenge seit Messbeginn 1868 (210 mm), deshalb hier gleich die betreffende Grafik: ![]() Über 200 mm hatte es dort bislang im Juni noch nie gegeben. Als weitere sehr nasse Station sei Frankfurt am Main genannt, wo 165 mm fielen. Nur 1861 war es hier überhaupt noch feuchter (Start der Beobachtungen 1838). Aber auch in
Basel-Binningen war es ein sehr nasser Juni, wie die Übersicht zeigt. Nur im Zeitraum 1864 bis 1914 gab es mehrere ähnlich feuchte oder noch niederschlagsreichere Junimonate, abgesehen vom Rekordjahr 1946:
Es
folgt nun noch die Übersicht der großen 24-stündigen
Regenmengen. Absolute Rekorde wurden in Greifswald (ab1879) erreicht,
Berlin hatte nur am 27.6.1964 (Dahlem 57,9 mm) und am 13.6.1848 noch mehr
zu bieten (55,0 mm):
Am
häufigsten gewitterte es in Freudenstadt: 15 dieser Tage wurden dort
gezählt.
Wolfgang Webersinke, Daxstein, 14.7.2007 |