|
Aus Zeitmangel muss diesmal
der Rückblick etwas gekürzt erscheinen. Der September war der
erste Monat, der deutschlandweit seit einem Jahr wieder zu kalt ausgefallen
ist. Er war dabei sonnenscheinnormal und meist recht feucht.
In Zenting-Daxstein
handelte es sich um den nassesten und kältesten seit 2001. Nur fünf
Tage lagen über den jeweiligen 30-jährigen Tagesmitteln. Besonders
nass und kalt verlief die erste Dekade (98,6 mm; 9,6°C). Am 25. morgens
gab es ein kleines Gewitter, an 9 Tagen herrschte Nebel und vom 22. bis
24. waren zeitweise die Alpen zu sehen.
Temperatur- und sonnenscheinmäßig
waren wir sowohl in Deutschland wie auch in der Schweiz und Österreich
weit von allen Rekorden entfernt. Allein Lugano meldete am 27.9. das zweitniedrigste
Temperaturmaximum seiner September-Beobachtungsgeschichte (10,9°C;
Zeitraum ab 1900). Zum Teil gab es aber große 24-stündige Niederschläge,
wie die folgende Übersicht zeigt:
Höher als in der bisherigen
Messreihe war nur der Tageswert von Braunlage (65,1 mm).
Bei den Monatssummen konnten Wien/Hohe Warte (195 mm) und Göttingen (127 mm) das bisherige Niederschlagsmaximum im September deutlich überbieten. Gleiches konnten Linz/Stadt (165 mm), Lunz am See (455 mm), Reichenau/Rax (344 mm), Eisenstadt (172 mm) und Mariazell (314 mm) vermelden. Auf dem Fichtelberg konnte die zweithöchste Septembermenge seit 1890 registriert werden. Von letzterer Station und von Wien folgen die entsprechenden Grafiken: |