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Gleiches gilt für Zenting-Daxstein, wo die Temperatur vom 4. März abends bis zum 15. März abends kontinuierlich unter null Grad blieb. Zum Schluss der Winterepisode erreichte die Schneehöhe nochmals über einen Meter, taute dann aber sehr schnell (es fehlten heuer die sonst üblichen hart gefrorenen Decken im Aufbau des Schnees) und schon am 28. war die seit dem 2.1. bestehende Winterschneedecke bis auf Flecken verschwunden. Dazu trug auch bei, dass es in der zweiten Monatshälfte praktisch nur mehr regnete (nur am 28. noch Graupel beigemischt). Im Gegensatz zur weiteren Umgebung, wo teilweise zu wenig Niederschlag fiel (Metten 60, Grainet 79, Entschenreuth 85, Haidmühle 93, Buchenau 111 mm), gab es in Daxstein wieder gehäuft Stauniederschläge und einen Feuchtigkeitsüberschuss. In einer Übersicht sind die monatlichen Märzsummen von Daxstein (zurück bis 1876 ergänzt) und Lindberg-Buchenau (ab 1891 verfügbar) zusammengestellt:
![]() Besonders
mild wurde es am 26. März: Daxstein, 17,5°, Haidmühle 18,4,
Entschenreuth 22,0, Metten 23,4, Kollerschlag/OÖ 19,1, Rohrbach/OÖ
21,0 und Linz/Stadt 23,4°C. Am selben Tag kam es auch zum ersten sommerlich
anmutenden Gewitter, als die Kaltfront durchzog (Dauer etwa 40 Minuten).
Nebel trat an 10 Tagen auf und die Alpen konnten an 4 Tagen beobachtet
werden.
Die Höchsttemperaturen vom 26.3. sollen noch näher betrachtet werden. Folgende Zusammenstellung listet die wärmsten Orte auf:
Ganz sicher ein Rekord (ab 1879) war es auf dem Hohenpeißenberg, der alte Höchstwert (21,0°) stammt vom 25. März 1945 und wurde deutlich übertroffen. Schon in München ist es nicht mehr so sicher, denn die 24,0° wurden schon zweimal erreicht: am 27.3.1903 und am 30.3.1913 – beide Male in der Fensterhütte an der Gabelsbergerstraße. Und ein weiteres Mal sogar leicht übertroffen: 24,1°C am 27.3.1862; in diesem Fall an der Nordseite der Sternwarte Bogenhausen und dies nur nach Stundenwerten, so dass aller Wahrscheinlichkeit nach dies der absolute Märzhöchstwert ist. Andernorts hat es im März schon verschiedentlich Sommertage gegeben:
Gerade im Umkreis der nördlichen Alpen fielen teilweise nur sehr geringe Niederschläge: Bruck an der Mur 10, Krems in Niederösterreich 9, Neusiedl 8, Hohenau/March 7, Zermatt 1, Samedan 0,6 mm!
Im Alpenvorland war es deutschlandweit am sonnigsten, deshalb hier noch die langjährige Sonnenscheingrafik von München:
Im
beginnenden Frühling gehen die Werte der relativen Luftfeuchtigkeit
oft weit herunter, in München/Stadt etwa wurden zum Mittagstermin
(12.50MEZ/13.50 MESZ) am 25. und 26.3. 2010 je 19 und am 30.3. 20 % gemessen.
Dies sind aber keine extremen Werte. 1999 waren es 17 und am 20.3.1974
sogar nur 11 %. Der fast wüstenhafte Wert von 10 % ist am 1.5.1984
gemessen worden (damals am Bavariaring an der Theresienwiese).
Wolfgang Webersinke, Daxstein, April 2010 |