| Vor genau 150 Jahren war der September,
insbesondere in Süddeutschland und im Alpenraum empfindlich zu kalt,
wobei größere Gebiete auch sehr nass waren; insgesamt also ein
Witterungsverlauf, der nicht unähnlich dem von heuer war.
Laut Pfister (1999) lagen die Mitteltemperaturen in Basel um 3,5, in Genf um 4,2 und in Turin um 4,3 K unter dem langjährigen Mittel. Als Beispiel für die sehr kühle Witterung kann auch München gelten, das nur ein Monatsmittel von 10,1 °C erreichte, etwa 3 K unter dem erwartbaren Wert für September. Mit 1877 besetzte das Jahr 1851 den Platz mit dem kältesten September des 19. Jahrhunderts. In der Grafik sind Tagesminimum, -maximum und –mitteltemperatur zu sehen. Besonders kalte Phasen waren demnach der 8. – 11., 17. – 21. und schließlich vom 27. bis Monatsende. Dabei wäre es am 10. September beinahe zum ersten Luftfrost gekommen (Minimum 0,4°C). Diese Kälte war auf eine mehrtägige Nordostlage zurück zu führen. Neben 1912 war 1851 auch das einzige Jahr in München, das im September ein absolutes Temperaturmaximum von weniger als 20 Grad hatte (18,2°C am 26.9.1851; 1912 17,9°C am 30.9.). Aber auch Niederschläge gab es reichlich; hier eine Auswahl der Monatssummen:
Wolfgang Webersinke, Markt Schwaben 3.10.2001 |
Letzte Aktualisierung 29.09.2002
Durch Wolfgang Webersinke